R ist wirklich eine funktionale Sprache

von Karl-Kuno Kunze

Sie haben sicher schon gehört, dass R eine funktionale Sprache ist. In diesem Artikel erinnere ich Sie anhand von zwei Beispielen, wie weit das Konzept reicht.

Beispiel 1

Eine Funktion schreibt man so:

Mehr als eine Anweisung werden in geschweifte Klammern gesetzt.

Auf der anderen Seite sind geschweifte Klammern jedoch selbst eine Funktion. Daher klappt das hier auch:

Beispiel 2

So wendet man den Auswahloperator auf Vektoren und ähnliche Strukturen an:

Aber wie wär’s damit:

Auf diese Weise kann man den Auswahloperator in Apply-Anweisungen verwenden, zum Beispiel für rollierende Durchschnittswerte

Die anonyme Funktion berechnet den Durchschnittswert einer Teilmenge von mySeries beginnend bei n und mit einer Fenstergröße von winLength. Das einzige Argument ist n. Diese Funktion wird dann auf die Reihe angewendet, die bei 1 startet und bei 7 endet.

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